Tanzpädagogin, Ehrenbürgerin, Plauener Neideitel und ein echtes Original der Spitzenstadt

Ein großes Loch in spitzenstädtischen Kulturlandschaft hinterlässt Ruth Müller-Landauer. Die erste Ehrenbürgerin der Spitzenstadt ist jüngst im Krankenhaus friedlich eingeschlafen. Die bekannte Tanzpädagogin, die auch als Plauener Neideitel bekannt war und den alljährlichen Umzug zum Weihnachtsmarkt als Wattefraa begleitete, sei in letzter Zeit etwas kränklich gewesen, heißt es von Sohn Ulrich Müller in einem Bericht der Freien Presse.
Einsatz für die Bewegung der Kinder und behinderter Menschen
Ruth Müller-Landauer (91) setzt sich im besonderem Maße dafür ein, Kindern und behinderten Menschen passende Tanz- und Bewegungsangebote zu ermöglichen. Ihr Wissen und Können als Tanzlehrerin gab sie bereits in verschiedenen Kindertanzgruppen weiter und gründete im Alter von 60 Jahren den Turn- und Tanzverein »Vergißmeinnicht e. V.« in Plauen. Mit großer Überzeugung und Hilfsbereitschaft unterstützt und fördert sie auch geistig und körperlich eingeschränkte Menschen und weckt in ihnen die Freude an der Bewegung nach Musik. Zudem unterstützt sie bereits seit den 90iger Jahren die »Elterninitiative Hilfe für Behinderte und ihre Familien Vogtland e. V.« und organisiert verschiedene Tanzgruppen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen. Darüber hinaus engagiert sich Frau Müller-Landauer sehr für die Pflege des Brauchtums in der Vogtlandregion – sei es durch das Auftreten ihrer Tanzgruppen bei regionalen Höhepunkten oder als Traditionsfigur »Neideiteln«, die sie seit vielen Jahren darstellt.