Mariä Lichtmess: Das Ende der Weihnachtszeit

“Licht aus!”, schallt es 18 Uhr durch die Ortschaften

So mancher Griesgram kann das Ende der Weihnachtszeit kaum erwarten, um schnell die Weihnachtsdekoration um Schwibbogen, Pyramide und Adventsstern im Schrank verschwinden zu lassen. Für andere ist der Beginn des Neujahrs oder der 6. Januar der Startschuss für das Ende der weihnachtlichen Zeit. Vereinzelt im Vogtland und dem Erzgebirge endet nach alter Tradition die Weihnachtszeit zu Mariä Lichtmess am 2. Februar.

Punkt 18 Uhr am 2. Februar gehen die Lichter an Schwibbögen, Fensterlichtern und Spinnenleuchtern aus. Mancherorts wird rund um die Lichtmess ein großes Fest veranstaltet und es erschallt seit Jahrzehnten der Ruf des Bürgermeisters Schlag 18 Uhr.

“Licht aus!”

Die Lichter auf dem Markt gehen aus, die Weihnachtspyramide läuft langsam aus und hält an und auch die beleuchteten Fenster sind schlagartig dunkel. Die Lichter des großen Weihnachtsbaumes gehen aus. Jetzt ist es da, das Ende von Weihnachten. So traditionell, wie in Zwönitz geht es auch in anderen Ortschaften des „Weihnachtslandes“ Erzgebirge zu.

In Zeiten von Corona und Kontaktbeschränkungen läuft „Mariä Lichtmess“ digital ab. Per Livestream können Einheimische und auswärtige Interessierte den „Akt der Abschaltung“ am heimischen Computer verfolgen. In manchen Orten musikalisch begleitet, muss beim virtuellen Festakt niemand auf das Brauchtums-Essen verzichten. Für Hirsebrei und Roster sorgen Gastronomen in den jeweiligen Regionen. Wie in der Pandemie allgegenwärtig, ist die Abholung von Essen und Getränken nach vorheriger Bestellung möglich.

Früher begann an Mariä Lichtmess die Vorbereitung auf die kommende Feldarbeit. Die Tage wurden schon wieder länger und auch eine alte Bauernregel „Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit“ bezieht sich auf diesen besonderen Tag.

Gerade in den Regionen Vogtland und Erzgebirge möchte man den Touristen und Besuchern das abendliche Weihnachtsflair im Lichterglanz solange wie möglich erhalten. Letztendlich steht es jedem Einzelnen frei, wie lange er Weihnachten zelebriert und in den eigenen vier Wänden die typisch-weihnachtlichen Deko-Elemente stehen lässt. Jedoch irgendwann – dafür ist der 2. Februar bestens geeignet – endet auch die schönste Zeit des Jahres – Weihnachten. (seb)

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